Die Yogaübungen und ihr künstlerisch-spiritueller Inhalt

 

                                                 Diese Yogaübung wird als Die Waage - tulàdandàsana - bezeichnet.

 

 


können Sie am Wochenende vom 03.12. bis 05.12.21 oder vom 20.12.21 bis 02.01.22 in Lundo, Italien kennen lernen.

 

Innerhalb dem grossen Angebot von Yoga gibt es verschiedene Schwerpunkte, die der Yoga-Interessierte auf seiner Suche vorfindet. Ein Schwerpunkt des Unterrichts kann die exakte körperlich Ausführung sein. Ein anderer Yogalehrer richtet seinen Schwerpunkt mehr auf die Atmung.

 

In meinem Unterricht liegt der Schwerpunkt auf der Entwicklung des Bewusstseins für die 3 Seelenkräfte - dem Denken, dem Fühlen und dem Willen - und gleichzeitig der Stärkung des Selbstgefühls. Zu Beginn lernen Sie die Beobachtung der 3 Seelenkräfte kennen, die Sie nach einiger Übungspraxis so führen können, dass Sie Ihnen auch im Alltag zur Verfügung stehen.

 

An diesen drei Tagen können Yoga-Interessierte und Yogalehrer-Kollegen und -Kolleginnen eine Anregung bekommen, wie sie ihre eigene Übungspraxis mit dem Beobachten und führen der 3 Seelenkräfte und mit einem künstlerisch-spirituellen Inhalt erweitern können. Es ist möglich an den Tagen, an einer Yogaeinheit von 10-12 Uhr teilzunehmen, damit Sie eine erste Vorstellung für diese Art der Yogaarbeit bekommen. Von 12.30 - 13.30 Uhr können Sie an der inhaltliche Textarbeit teilnehmen, die ein sehr wichtiger Teil der Übungsweise ist.

 
Richtpreis für die Teilnahme an dem Angebot vor Ort ist pro Person und Tag: 25-35 Euro

Anmeldung wenn möglich bitte bis zu 1 Woche vorher an info@carmenkraus.com
Fragen wegen Übernachtungsmöglichkeiten und Mitfahrgelegenheit ebenfalls bitte eine e-mail senden.

Gerne können Sie vorab zu einer Probestunde nach Altnau kommen. Melden Sie sich einfach bei mir unter der Telefonnummer:  079 915 3317.

 

                                        Blick vom Waldrand auf den Seminarort, die "Sonnenoase" Naone in Lundo, Italien

 

 

 

 

Mein Artikel in der Kreuzlinger Zeitung am 11. Juni 2021

 

 

 

 

 

 

 

 

Die thematische Yogapraxis und ihre Wirkung

auf das alltägliche Leben

 

Die Yogaübungen, asana, zu praktizieren ist als eine gesundheitsförderliche Aktivität wohl bekannt. Sie wirkt auf den ganzen Menschen stärkend, da Lebenskräfte aufgebaut, und sowohl körperliche Anspannungen, als auch Stress abgebaut werden. Je nach Ziel werden die Übungen unterschiedlich angeleitet und das Resultat der Übung unterscheidet sich je nach Ansatz. Im "Neuen Yogawillen" werden die Übungen im Sinne der Entwicklung der Seelendimension durch eine Bewusstseinsarbeit erforscht. Die Seelendimension ist diejenige Dimension, in der sich der Mensch selbst im Denken, Fühlen und Handeln erlebt. Innerhalb der Asanapraxis beginnt der Übende bewusst die Aufmerksamkeit mit einem bestimmten Gedanken zum Körper zu lenken und diesen Gedanken bis zur Empfindung, in der Yogaübungen auf künstlerische und ästhetische Weise auszudrücken. 

 

Die Bewusstseinsarbeit in meinem Unterricht hat zum Ziel, dass wir lernen uns zu einem Thema auszurichten und diesem näher kommen, indem wir im lebendigen Austausch die gegebenen weiterführenden Gedanken zur Seelendimension innerhalb der Übung studieren. Wenn wir, wie im Beispiel unten, die Kopf-Knie-Stellung, pascimottanasana, auswählen, stellen wir uns bei der Anschauung des Bildes z.B. die Frage, in welcher Region des Körpers zeigt sich eine Dynamik und Aktivität und in welcher Region eine Entspannung.

 

 

In diesem Bild ist die Entspannung in der Schulter- und Kopfregion und im Armbereich sichtbar. Im Beinbereich zeigt sich eine Aktivität der Zentrierung in Richtung Kreuzbein und in der mittleren Wirbelsäule eine aufsteigende Dynamik. Daraus kann nun eine konkrete Vorstellung für die Ausführung folgen. Mit dieser Tätigkeit erleben wir uns in der seelischen Aktivität des Denkens. Wichtig hierbei ist, dass wir das Bild der Vorstellung nicht auf die eigenen bisherigen körperlichen Möglichkeiten begrenzt denken, sondern das gewünschte Ziel innerhalb der Übung, das am Anfang ausgewählt wurde. 

 

Innerhalb der Übungspraxis ist nun sehr interessant zu unterscheiden, ob wir bewusst oder unbewusst den Willen für die Ausführung der Übung einsetzen. Vor allem in der Endstellung kann beobachtet werden, ob wir den Körper willentlich in die gewünschte Form strecken oder ob wir bewusst, aus der Vorstellung am Körper formend tätig sind. Denn es ist tatsächlich ein grosser Unterschied im Erleben und im Ausdruck der Übung, ob wir den Körper mehr willentlich in der Endstellung halten, ob wir zu wenig Willensaktivität für das Formen des Körpers aufbringen oder ob wir formend aus der Vorstellung am Körper gestaltend tätig sind.

 

Schauen wir uns die folgende Bilder diesbezüglich im Vergleich zu dem oberen Bild an:

 

 

                                                                                                                    (Bildquelle: privat, Fotografin: M. Müller) 

 

In der ersten Ausführung oben weicht durch die die bewusste Aktivität der Vorstellungsbildung der Körper in seiner Dominanz zurück. Die Form wirkt klar und der Körper ruhig und geordnet. Bei der zweiten Ausführung wird sehr willentlich die Vorwärtsbewegung forciert und die Form wirkt eher streng und fixiert. Bei der dritten Ausführung wird der Wille zurück gehalten und die Endstellung wirkt eher formlos und ohne Ausdruck. In den beiden letzteren Ausführungen kann man davon ausgehen, dass der Körper mehr aus den gewohnten Gedanken und mehr emotionalen Gefühlen heraus bewegt wird.

Nach einiger Zeit der Auseinandersetzung mit der Yogaübung kann der Übende beobachten, wir er aus dem Bewusstsein aktiv formend tätig ist. Wechselweise erlebt er sich bewusst gegenüber der Vorstellung und dann wieder bewusst am Körper gestaltend tätig. Es ist sehr interessant, wie ich im Unterricht immer wieder beobachten kann, wenn die Teilnehmer durch diesen geordneten und klaren Aufbau der Bewusstseinsschritte zu einem konkreten Ziel ausgerichtet bleiben können und immer wieder aufs Neue ihre bisherigen Grenzen innerhalb der Übung überschreiten.

 

Das Buch «Die Seelendimension des Yoga» ist die Grundlage für das Studium der Yogaübungen. Es wurde von Heinz Grill, dem spirituellen Lehrer, Alpinisten und Begründer des "Neuen Yogawillen" verfasst. ( ISBN 978-3-941995-48-2) 

 

An dieser Übungsweise ist für mich sehr wertvoll und wesentlich, wie sich die Bewusstseinsaktivität auf das alltägliche Leben übertragen lässt. Durch die Yogapraxis sind mir einige Gesetzmässigkeiten des Lebens, wie der Mensch mit dem Kosmos in einer Verbindung steht, näher gekommen. Eine wesentliche Gesetzmässigkeit ist für mich der Zusammenhang meiner Gedanken und Gefühlen. Sie bestimmen meine Handlungen und diese zeigen immer deutlicher für mich sichtbar, eine direkte Wirkung auf das Umfeld. Mit diesem Bewusstsein für die Wirkung meiner Handlungen, kann ich nun diese Fähigkeit einsetzen, konkrete Zielvorstellungen zu bilden, wertvolle hohe Ziele auch für andere wirksam denkend zu erschaffen. Auf das Leben übertragen bedeutet das in der heutigen Zeit für mich, dass ich mich nicht von den äusseren Einflüssen abhängig mache oder mich diesen vollständig ausgeliefert fühle, sondern ich bin sehr motiviert täglich die Vorstellung für die Zukunft aufzubauen, dass wir in einer Kultur leben mögen, in der jeder Mensch bewusst seine schöpferischen Fähigkeiten entwickelt, mit ihnen im Sinne der seelischen Entwicklung sein Leben gestaltet und dadurch für den Aufbau des Gesamten wirksam ist.  

 

 

 

 

 

 

 

Die Idee der Künstlertage zum Jahreswechsel 2020/21 war: 

 

"Einen Inhalt in ein Kunstwerk, in eine Sache, eigentlich in alle Bereiche des Lebens hineinzugeben, darum geht es.
Und nicht darum, was man aus einer Sache herausnehmen kann."       Heinz Grill

  

 

Die Frage was ein Inhalt ist, lässt sich in folgendem Beispiel aus dem letzten Jahresausblick 2019/20 von Heinz Grill ( ganzen 

 Artikel lesen ) in eine erste Vorstellung bringen: 

 

"Ein Beispiel kann diese Wirklichkeit, wie sie genial im Menschen verankert ist, aufzeigen. Setzt man den Fall voraus, es sei jemand existentiell sehr schlecht bestellt und alle seine Beziehungen sind in die Brüche geraten. Diesem Menschen bleibt nur die Verzweiflung, psychologische Beratung und er kann sich den verschiedenen Kompensationen des Lebens hingeben. Nun entwickelt jedoch dieser von der Zeit Betroffene ein Verständnis für die geistige Entwicklung, studiert intensiv originale Schriften, die sich über die spirituelle Welt aussprechen. Er wendet sich nicht an ein passives Credo und bittet nicht einen fremden Gott um Hilfe, sondern beginnt die Gedanken, die in spirituellen Schriften stehen, ernst zu nehmen. Er denkt sie aktiv und erwägt ihren Sinngehalt. Bereits nach kurzer Zeit erscheint über seinem Haupt ein Bewusstseinslicht, das ihm einen Hoffnungsschimmer in der Not schenkt. Schließlich beginnt er aus diesen Gedanken, die er erworben hat, sein Leben neu zu führen und nach Idealen zu ordnen. Er lässt die Sehnsüchte nach irdischen Harmoniegefühlen relativ sein und gründet sich zunehmend in idealen Vorstellungsinhalten. Das Leben lässt sich bald wie über dem Wasser gehend organisieren. Aus der Spiritualität entwickelt der Einzelne Bewusstseinsinhalte, die tragfähig und wahr sind. Er erfreut sich dieser und kann die Relativität des Lebens erkennen."

 

Bevor wir uns für eine Sache entscheiden, wird meist aus Gewohnheit darauf geachtet, was wir aus dieser Sache für uns gewinnen können. 
Ein Beispiel dafür könnte sein, dass sich jemand dafür interessiert, wie die Verhältnisse und Zusammenhänge von Körper, Seele und Geist in eine erweiternde Vorstellung zu bringen sind. Zu Beginn kann ein erster Schritt sein, dass Vorstellungen zu dem Begriff der Seele und ihre Zusammenhänge gebildet werden. Diese werden dann über ein Jahr im alltäglichen Leben studiert und reifen zur ersten Erkenntnissen heran.
In meinem Yoga Unterricht lernt man zum Beispiel, die drei Kräfte der Seele kennen, stärken und führen. Diese Kräfte werden immer differenziert erlebt und einsatzfähiger. Mit dem Denken erbauen wir eine Vorstellung über das Bild Übung. Den Willen setzen wir für die Formung des Körpers ein und kreieren die in der jeweiligen Übung liegende tiefere Empfindung.

 

Freue mich auf ein gemeinsames lebendiges Forschen und Erbauen von inhaltsvollen Zielen für die Zukunft. 

 

Rückfragen und Anmeldung per e-mail: info@carmenkraus.com