Am Sonntag, 17. März 2024, 13:00 bis 18:30 Uhr

 

Zukunftsperspektiven eröffnen: Yoga und Depression

Möglichkeiten des Yoga bei Depressionen

 

Tagung mit praktischen Übungen im Forum Veranstaltungszentrum
Ort: Rathausplatz 1, A - 6063 Rum

 

Der Referent Heinz Grill ist spiritueller Lehrer und Dozent für anthroposophische Heilkunde.

Sein wesentliches Fachgebiet ist die Spiritualität. So hat er das Phänomen der Depression

von der seelischen und geistigen Seite erforscht.

 

Möglichkeiten des Yoga bei Depressionen

Grundsätzlich können Yogaübungen Lebensängste entgegensteuern und eine Hilfe leisten,

um depressive Stimmungen zu überwinden. Fast jeder Mensch kennt diese Zeiten der lähmenden Kraftlosigkeit,

die wie düstere und verschattende Wolken aufziehen. Wann kommt es zu Depressionen?

Wie können die daraus entstehenden unproduktiven Schuldgefühle gegen sich selbst und andere durch

reale Vorstellungsinhalte überwunden werden?

 

Anfragen bzgl. Organisation einer Reise zur Veranstaltung nach Rum bitte bis 10. März bei Carmen Kraus melden unter e-mail: info@carmenkraus.com oder 079 915 3317

 

Hier der Flyer für die Veranstaltung: 

 

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Flyer_Rum24-240122-15-A5-SR.pdf
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     Die Ästhetische Körperformung im Yoga –

und ihre Bedeutung in Bezug auf das Schlank werden ohne Fasten

 

1.Teil: Über die Ästhetik und die Möglichkeiten der künstlerischen Körperformung

Das Thema «Schlank sein» oder «Schlank werden» beschäftig viele Menschen. Gewöhnlich werden diese Umstände mit fehlender Bewegung oder dem Essverhalten in Verbindung gebracht. Es kann aber auch mit einer Krankheit in einem Zusammenhang stehen. Um den Körper wieder in eine schöne Form zu bringen, wird tägliche Bewegung empfohlen. Um schlank zu werden, wird oftmals die Ernährung oder der Essrhythmus umgestellt. Es werden auch wiederholt Fastenkuren von mindestens 7-10 Tagen durchgeführt. Erfahrungsgemäss ergeben diese äusseren Veränderungen im Leben meist kein anhaltendes Ergebnis, sondern können eher noch grössere gesundheitliche Belastungen für den Körper zur Folge haben. Was ist tatsächlich die Ursache, dass ein Körper formlos wird oder, dass ein Körper mit Übergewicht belastet ist? Ist das Fasten, wie es im gewöhnlichen Sinne meist durchgeführt wird, tatsächlich für eine anhaltend schlanke Körperform sinnvoll?

 

In diesem Artikel möchte ich diesen Fragen näher kommen und die Möglichkeiten einer inhaltlichen Gestaltung der ästhetischen Körperformung aus dem «Neuen Yogawillen» vorstellen. Interessant ist, dass mit dieser Form der Yogapraxis, bei der eine Aktivität mit dem Bewusstsein erlernt wird, der Übende sich selbst körperlich, seelisch und geistig differenzierter wahrnehmen und bewegen lernt. Es entsteht erlebbar eine innere Ordnung und Ruhe und eine stärkende Wirkung auf den Stoffwechsel und das Immunsystem. Es ist bekannt, dass ein regelmässiges Bewegungsprogramm wie joggen, schwimmen oder Fitness die Körperform beeinflussen. Gewöhnlich werden Bewegungen rein motorisch und ohne bewusste Vorstellung ausgeführt. Es ist noch nicht sehr bekannt, dass eine klare Vorstellung in Verbindung mit einer universalen Gesetzmässigkeit auf die Gesundheit des Menschen eine förderliche ist. Diese Art des Übens wird im «Neuen Yogawillen» vermittelt. Es werden innerhalb der Yogaübung universalen Gesetze, z.B. welche Kräfte am Körper wirken und wie die Formen entstehen, studiert. Diese Zusammenhänge werden wiederholt in eine konkrete Vorstellung gebracht und innerhalb der Yogaübung in Erfahrung gebracht. Diese Aktivität mit dem Bewusstsein ist eine Anforderung, die den Menschen stärkt im körperlichen und seelischen Aufgerichtet sein. Der Übende beginnt die Bewegungen mit dem Körper bewusster zu gestalten, was sich bis in einer ästhetischen Formen des Körpers ausdrücken kann.

 

Um diesem Zusammenhang näher zu kommen, beginnen wir mit einer Anschauung und anschliessenden Vorstellung einer Gesetzmässigkeit, der Dreigliederung des Körpers, die eine Grundlage für die ästhetische Körperformung darstellt. Schauen wir erst einmal auf die folgenden Bilder, die Yogastellung ausgeführt von Heinz Grill, Der Halbmond, anjaneyasana, wie man den Körper im Sinne einer Dreigliederung wahrnehmen kann. Wie sehen eine Zentrierung im unteren Bereich des Körpers, im Beckenbereich. Dieser nähert sich der Erde mit den ausgleitenden Beinen an. In der Mitte des Rumpfes, zeigt sich eine weit und dynamisch aktiv geformte Ausdehnung der Wirbelsäule, die in den Raum strebt. Der Brustraum öffnet sich und die Arme gleiten leicht und dynamisch in der Fortsetzung der Bewegung ebenfalls in den Raum hinaus. Der Kopf ist frei und wach in der Übersicht zum Körper gerichtet. Die Schultern, Nacken und Kopf sind gelöst. Von diesem Bild ausgehend wird wiederholt eigenständig eine konkrete Vorstellung mit Empfindungen zu den drei Regionen des Körpers geschaffen. Aus diesen Vorstellungen formt der Übende die Bewegungen innerhalb dieser körperlichen Regionen wiederholt die Yogaübungen immer weiter aus.

Bereits die Betrachtung der Bilder mit der Gesetzmässigkeit der Dreigliederung gibt uns als Beobachter und auch dem aktiven Gestalter eine sinnvolle Orientierung. Sie eröffnet die Möglichkeit die Endstellung in jeder Yoga-Übung immer weiter auszugestalten und den Körper ästhetisch auszuformen.

                                                                            

                                                                                        (Fotos aus dem Buch "Der freie Atem" von Heinz Grill, S. 199/201)

 

Die Übenden lernen ihr Ziel mit einem ästhetischen Ausdruck zunächst wiederholt in einer lebendigen Vorstellung zu erbauen. Auch wenn die Übung zu Beginn  noch so unerreichbar erscheinen mag. Sie gehen immer wieder in die Auseinandersetzung, bis sie ihr Ziel erreicht haben. Es ist sehr eindrücklich, wie die regelmässige Beschäftigung mit den Bildern, mit den konkreten Beschreibungen und der eigenen Übungspraxis zu einem Erleben der Leichtigkeit und einem natürlichen Ausdruck von Schönheit führt. Es offenbaren sich langsam die spezifisch entwickelten Gedanken und Gefühle zur Übung. Sie kommen in den Asana Bildern von Heinz Grill authentisch zum Ausdruck, inspirieren den Übenden und regen zur Praxis an.

 

Die Übenden sind mit der inhaltlichen Gestaltung der Übungen immer wieder aufs Neue gefordert. Sie lernen sich von ihrem intellektuellen Denken zu lösen. Sie trainieren, sich den Vorstellungsbildern durch das eigenständige Denken empfindsam anzunähern. Auch im Alltag treten sie wiederholt mit einer Gesetzmässigkeit des Lebens in eine Auseinandersetzung. Nach einiger Zeit werden diese Gedankeninhalte sowohl innerhalb der Yogaübung, als auch im alltäglichen Leben als Gesetzmässigkeiten entdeckt und natürlich integriert.


In Bezug auf das Schlank werden ohne Fasten ist es sehr interessant zu bemerken, dass diese Asana-Praxis den Übenden neue beziehungsfreudige, reale Bewusstseinsformen eröffnet. Gleichzeitig wirkt Übungspraxis auf den Körper im Nerven- Sinnessystem und im Stoffwechselsystem regenerierend und stärkend. Diese Aktivität wirkt bis in die innerste Zellbildung ordnend und strukturierend. Die Übenden bemerken nach einiger Zeit der Übungspraxis, wie sich der Körper in einen immer feiner werdenden Muskeltonus und einer ästhetischen Körperform sichtbar zeigt.

 

Wie die beziehungsfreudigen Bewusstseinsformen in einem Zusammenhang mit dem Schlank werden ohne Fasten stehen werde ich in einem weiteren Artikel darstellen.

 

 

 

2. Teil: In welchem Zusammenhang stehen unsere Beziehungsverhältnisse zu den neuen Gedanken und der ästhetischen Körperformung?

 

Im 1. Teil kann nachgelesen werden, wie in dieser Übungspraxis der Körper als der Ausdruck unseres Gedankens- und Gefühlslebens gesehen wird. Wichtig ist das Ziel innerhalb der Übungspraxis: ein objektives Denken von neuen Gedanken zu entwickeln. Aus diesem können sich nach und nach erste Erkenntnisse von den tieferen Empfindungen eröffnen. Das Ergebnis dieser Arbeit findet dann in der ästhetischen Körperformung einen Ausdruck.  

 

Innerhalb der Yogapraxis können die Übenden sehr schnell entdecken, wie ihre gewohnten subjektiven Gedanken und aufkommenden Körpergefühle die Führung über die Handlungen übernehmen. Sie fühlen sich dann in ihrer Bewegungsmöglichkeit begrenzt oder eingeschränkt. Wenn sie sich jedoch darin üben, mit den gegebenen Bildern zur jeweiligen Yogastellung in Beziehung zu treten, sich auseinandersetzen und aus der Vorstellung den Körper bewegen und gestalten, dann gelingt es, dass sie das bisherige Denken leichter zurücklassen können. Sie lernen eigenständig Vorstellungen zu bilden und es werden ihnen erste natürliche Erweiterung sowohl in der Beweglichkeit des Körpers als auch in einer lebendigeren Beziehungsaufnahme im alltäglichen Leben zu den Mitmenschen oder auch zum Essen möglich.

 

Betrachten wir einmal für 1-2 Minuten die beiden folgenden Bilder vom Schulterstand, um einen ersten Eindruck der Wirkung eines inhaltlichen Gedanken auf den Körper und können diesen im Vergleich einer Ausführung ohne Inhalt gegenüberstellen. Das linken Bild wird Heinz Grill dargestellt, der den Schulterstand aus dem folgenden Gedanken praktiziert:

 

«In dieser Stellung ist weniger die strenge, formgebundene Linie betont, sondern vielmehr das natürliche Wachsen in energetischer Leichtigkeit aus der Herzmitte. Dieses Wachsen ist eine ästhetische Geste des weiblichen Elementes der Persönlichkeit. Nicht die Willenskräfte, die äußeren kraftvollen Impulse, sondern die lebenserfrischenden Ätherkräfte, mit ihrer unaufdringlichen reinen und freudigen Levitationskraft bestimmen den Ausdruck dieser Übung.»
(Zitat und linkes Bild sind aus dem Buch von Heinz Grill, «Die Seelendimension des Yoga», S. 136)

                                                                                 Das rechte Bild wird von einer Person auf der Yoga Vidya Seite dargestellt. 
                                                                                                             (Bildquelle: https://www.yoga-vidya.de/yoga-uebungen/asana/schulterstand-22/)

 

Ist für Sie ein Unterschied in der Ausdrucksform erkennbar? Wie wirkt die jeweilige Form? Klar und konkret? Welche Empfindung entsteht? Wächst der Körper natürlich «in energetischer Leichtigkeit aus der Herzmitte»?

Mit dieser ersten Übung zur Unterscheidung, entstehen Eindrücke, wie über einen neuen Gedanken die gleiche Yogastellung einen Ausdruck der Leichtigkeit im aufwärts Streben ausdrücken kann. Aus eigener Erfahrung erlebe ich nach der Übung eine intensivere und freie Beziehung zum eigenen Körper.

 

An dieser Stelle möchte ich die Wirkungsweise von Heinz Grill ansprechen. Die Empfindungen, die von ihm in den dargestellten Bildern ausstrahlen, inspirieren den Menschen tief im Inneren. Dies liegt daran, dass Heinz Grill die zwischenmenschlichen Verhältnisse aus seelisch-geistiger Sicht seit vielen Jahren erforscht. Er drückt die geistigen Gesetzmässigkeiten und die seelische Empfindungen in den Yogastellungen authentisch aus. Die Erfahrung in meinem Unterricht zeigt, dass nur schon bei der Betrachtung der Bilder eine erste Ruhe und Innerlichkeit, sowie Freude an der Schönheit und Leichtigkeit in der Bewegung entstehen. Auch die Motivation, selbst diese schönen Formen und Empfindungen mit dem eigenen Körper ausdrücken zu wollen, wird deutlich angeregt.

 

In dieser Yogapraxis entwickeln die Übenden die Fähigkeit, diese tieferen Empfindungen aus den neuen Gedanken selbst zu kreieren. In der Folge der wiederholten Praxis integrieren sich diese Empfindungen mit der Zeit lebendig und natürlich in den Organismus hinein. Die Beobachtung zeigt, dass die neuen Gedanken und Empfindungen bei den Übenden individuell stark nach aussen sichtbar zum Strahlen kommen. Diese Gedanken wirken beruhigend und stärkend sowohl auf den eigenen Körper, auf die Umgebung und auf die Mitmenschen.

 

Was geschieht hier im Verborgenen, dass der Mensch zum Strahlen kommt? Meine bisherigen Erfahrungen zeigen auf eindrückliche Weise, wie sich die aktive Gedankenbildung erlebbar auf den Stoffwechsel auswirkt. Dieser wird sehr angeregt und wirkt dadurch auch stärkend auf die Funktionen der Organe, das Immunsystem und somit auch bis hinein in die innerste Zellbildung. Diese Zellen bilden sich mit neuen Strukturen und Formen, die sich wiederum über die ästhetische Körperformung und Ausstrahlung nach aussen sichtbar zeigt.

 

Da unser Leben aus vielen verschiedenen Beziehungsverhältnissen besteht und nicht jeder Yogastellungen praktiziert, werde ich im 3. Teil noch auf das bekannte Phänomen, dass schlanke Personen sehr viel essen können und nicht an Gewicht zunehmen und andere Personen, die auf das Essen durch Fasten ganz verzichten und anschliessend mit weniger Essen sogar noch mehr als vorher an Gewicht zulegen.

 

 

Die ästhetische Körperformung in der Yogaübung und die Bedeutung der individuellen Beziehungen im Leben
– eine Möglichkeit schlank zu werden ohne Fasten  - 3. Teil

 

Wie die beziehungsfreudigen Bewusstseinsformen in einem Zusammenhang mit dem Schlank werden ohne Fasten stehen, soll in diesem Artikel näher betrachtet werden. Ausgehend von meinem ersten beiden Artikeln zu diesem Thema, stelle ich mir erst einmal die Frage, wie die klare und konkrete Zielvorstellung des Übenden eine Wirkung auf die ästhetische Körperform haben kann? Welche Ziele sind es, die die Kraft zur Formung des Lebens in sich tragen?

 

Für die Umsetzung werden universale Gesetzmässigkeit angewendet, damit eine schöne Form durch rhythmische Wiederholung in einer Übung entsteht. Dafür bedarf es folgender neuen Schritte. Es wird nicht nur praktisch geübt, sondern wiederholt die Vorstellung des Ideals mit einer regelmässigen inhaltlichen Auseinandersetzung gepflegt, wie ich es im ersten Artikel beschrieben habe. Sehr wichtig ist es während des Übens, die Unterscheidung der bisherigen, gewohnten Gedanken über den Köper und die Bewegung zu den neuen empfindungsfreudigen Gedanken zu trainieren. Das Ziel ist, dass man sich mit einer wachen Beobachtung objektiv gegenüber den Gedanken stellen kann und sie entsprechend erkennt und einordnet. Dadurch entsteht eine innere Ruhe und Übersicht für eine klare Gedankenführung und freudige Umsetzung. 

 

Eine mögliche Erweiterung ist die Vorstellung eines Ideals der menschlichen Körperform zu entwickeln und diese bei der Betrachtung anderer Menschen gedanklich zu erbauen. Wir treten auf neue Weise in Beziehung mit dem Gegenüber. Wir schauen z.B. als Ideal aus der Anschauung und Auseinandersetzung mit der Idee des goldenen Schnittes nach Leonardo da Vinci. Warum gerade diese Darstellung sehr wertvoll und wirksam ist, liegt darin, dass sie eine ästhetische Körperform darstellt und im Betrachter ein Empfinden für ein proportional harmonisches Verhältnis anlegt. Diese Empfindung kann sich mit der Auseinandersetzung und Beobachtung bei anderen, rückwirkend am eigenen Körper immer mehr wirksam zeigen.

                                      

         Bild-Quelle: https://www.whitewall.com/ch/mag/goldener-schnitt



Wird diese Vorstellung des Ideals täglich in Form von gedanklichem Bild oder auch künstlerischer Zeichnung gepflegt und wiederholt aufgebaut, dann entsteht auch für diese harmonische ästhetische Form ein bewusstes Empfinden. Diese wird dann über den eigenen Sinnesblick, der mit den entsprechenden Gedanken zu den Mitmenschen nach aussen gerichtet ist, wirksam gemacht. Das eigenständig gewählte Ziel und die interessierte Auseinandersetzung mit einem Inhalt mit universaler Bedeutung, ist für eine ordnende und erbauende Wirkung wesentlich. 

 

 

 

 

Einladung

 Kunstausstellung im Yogaraum in Altnau

 

"Die Schönheit der Bewegung und rhythmischen Empfindungsformen"

 

Eine künstlerische Sicht auf Yoga

 

Ab 26. Juni 2023 kann die Ausstellung jederzeit nach Terminvereinbarung in der Güttingerstrasse 48 besucht werden! Anmeldung gerne telefonisch unter 079 915 3317 oder über e-mail: info@carmenkraus.com

Der Eintritt ist frei

 

 

 

Entdecken Sie "Die Schönheit der Bewegung und rhythmische Empfindungsformen" in den Bildern der Kunstausstellung. Sie bekommen eine neue und einzigartige künstlerische Sicht auf Yoga. Der Künstler Heinz Grill beschreibt die Yogaübung als "gar nicht so sehr eine reine Körperübung, sondern mehr eine feinfühlige Empfindungsübung." In den Bildern werden die Empfindungen als kreative Kräfte und auch als beziehungsfreudige reale Bewusstseinsformen erlebt und von ihm im Ausdruck mitgeteilt. Nutzen Sie die Möglichkeit, sich von den ästhetischen Körperformen inspirieren zu lassen, an denen der Künstler kreativ formend tätig ist. Es wird zum Beispiel die Empfindung der Zentrierung nach innen und gleichzeitig die Empfindung einer Leichtigkeit nach aussen in den Yogastellungen kommuniziert. Nähere Infos über Heinz Grill und seine Arbeit finden Sie hier.

 

Neue Perspektiven für die Zukunft

Die Ausstellung ist Teil des Kulturprojektes "Naone" www.naone.it Dieses Projekt möchte die Entwicklung der Beziehungsfähigkeit in jedem Menschen fördern und neue Perspektiven für das Leben eröffnen. Mit der Ausstellung wird die Möglichkeit einer Inspiration geschaffen, die den Einzelnen aus seinem alltäglichen Gedankenstrom herauslöst und mit neuen Gedankeninhalten in Beziehung bringt. Wie das praktisch aussieht, wird Ihnen an jedem Sonntag im Juni von 17.30 bis 18Uhr von der Yogalehrerin Carmen Kraus vor Ort vorgestellt. 

 

Die Ausstellung kann ab sofort jederzeit nach Terminvereinbarung in der Yogaschule, Güttingerstrasse 48, 8595 Altnau besucht werden. Anmeldung gerne telefonisch unter 079 915 3317 oder über e-mail: info@carmenkraus.com 

 

Sie sind herzlich eingeladen. Auf Ihren Besuch freut sich Carmen Kraus. 

Der Eintritt ist frei. Parkplätze sind vorhanden. 

 

 

 

Die Yogaübungen und ihr künstlerisch-spiritueller Inhalt

 

                                                 Diese Yogaübung wird als Die Waage - tulàdandàsana - bezeichnet.

 

 

 

Bei Interesse können Sie in den Kursen die Yoga Arbeit mit den Inhalten von Heinz Grill aus den Lehrbüchern "Die Seelendimension des Yoga" oder "Der freie Atem" kennenlernen. 

In Lundo an der Hochschule besteht jederzeit die Möglichkeit, dass Sie für 1-3 Tage am Studienbetrieb teilnehmen und die Arbeit kennenlernen können. Idealerweise haben Sie sich bereits mit einem der Bücher von Heinz Grill kennengelernt und auseinandergesetzt. Die Arbeit an der Hochschule möchte neue Perspektiven für die Zukunft in jedem Menschen anregen. Mehr Informationen hier.


Für intensives Asanatraining zur mentalen und physischen Durchgestaltung sind folgende neuen Termine für 2024 in Naone geplant. Seminar-Wochenende Samstag bis Sonntag, nähere Infos hier

– 2er Modul: 10./11. Februar & 9./10. März

– 2er Modul: 4./5. Mai & 1./2. Juni

– 2er Modul: 7./8. September & 5./6. Oktober 

 

Die neuen Termine 2024 der internationalen Yoga-Fachfortbildung in Naone sind von Freitag bis Sonntag für geübte Teilnehmer und Yogalehrer-KollegInnen aus anderen Yogarichtungen. Nähere Infos hier

29. März – 1. April (Ostern)
4. – 7. Juli (Sommer)
7. – 10. November (Herbst)

 

Innerhalb des grossen Yoga-Angebots gibt es verschiedene Schwerpunkte, die der Yoga-Interessierte auf seiner Suche vorfindet. Ein Schwerpunkt des Unterrichts kann die exakte körperliche Ausführung sein. Ein anderer Yogalehrer richtet seinen Schwerpunkt mehr auf die Atmung.

 

In meinem Unterricht lege ich den Schwerpunkt auf dem "Freien Atem" und auf die Entwicklung des Bewusstseins. Sie lernen innerhalb der Übungspraxis, wie sich das Bewusstsein in die 3 Seelenkräfte, das Denken, das Fühlen und den Willen gliedern lässt. Diese Kräfte können Sie nach einiger Zeit immer bewusster für die Gestaltung der Körperübung einsetzen und bemerken, wie die Kräfte auch im Alltag zur Gestaltung einer jeden Handlung zur Verfügung stehen.

 

An den Tagen in Naone können Yoga-Interessierte und Yogalehrer-Kollegen und -Kolleginnen eine Anregung bekommen, wie sie ihre eigene Übungspraxis mit dem Beobachten und Führen der 3 Seelenkräfte und mit einem künstlerisch-spirituellen Inhalt erweitern können. 

Es ist an diesen Tagen auch möglich, an einer Yogaeinheit von 10-12 Uhr teilzunehmen, um eine erste Vorstellung für diese Art der Yogaarbeit bekommen. 

Von 12.30 - 13.30 Uhr können Sie an der Textarbeit teilnehmen, die so gestaltet ist, dass Sie lernen können, sich selbst im eigenständigen Denken des gelesenen Textes zu erleben. Diese Arbeit wird als Seelenübung bezeichnet und dient zum Aufbau von Lebenskräften und Stärkung des Selbstgefühls. Dies ist ein sehr wichtiger Teil der seelisch-geistigen Entwicklung eines jeden Menschen.

 

Richtpreis für die Teilnahme an dem Angebot vor Ort ist pro Person und Tag: 25-35 Euro.
Anmeldung wenn möglich bitte bis zu 1 Woche vorher an info@carmenkraus.com .
Bei Fragen wegen Übernachtungsmöglichkeiten und wegen Mitfahrgelegenheit ebenfalls bitte eine e-mail an info@carmenkraus.com senden.

Gerne können Sie vorab zu einer Probestunde nach Altnau kommen. Melden Sie sich einfach bei mir unter der Telefonnummer:  079 915 3317.

 

                                        Blick vom Waldrand auf den Seminarort, die "Sonnenoase" Naone in Lundo, Italien

 

 

Termine für Yoga Intensiv (intensive Beschäftigung mit 2-3 Übungen) und Yoga Spezial ("Übungen für die Seele") in Altnau finden Sie hier. 

 

 

Mein Artikel in der Kreuzlinger Zeitung am 11. Juni 2021

 

 

 

 

 

 

 

 

Die thematische Yogapraxis und ihre Wirkung

auf das alltägliche Leben

 

Die Yogaübungen, asana, zu praktizieren ist als eine gesundheitsförderliche Aktivität wohl bekannt. Sie wirkt auf den ganzen Menschen stärkend, da Lebenskräfte aufgebaut, und sowohl körperliche Anspannungen, als auch Stress abgebaut werden. Je nach Ziel werden die Übungen unterschiedlich angeleitet und das Resultat der Übung unterscheidet sich je nach Ansatz. Im "Neuen Yogawillen" werden die Übungen im Sinne der Entwicklung der Seelendimension durch eine Bewusstseinsarbeit erforscht. Die Seelendimension ist diejenige Dimension, in der sich der Mensch selbst im Denken, Fühlen und Handeln erlebt. Innerhalb der Asanapraxis beginnt der Übende bewusst die Aufmerksamkeit mit einem bestimmten Gedanken zum Körper zu lenken und diesen Gedanken bis zur Empfindung, in der Yogaübungen auf künstlerische und ästhetische Weise auszudrücken. 

 

Die Bewusstseinsarbeit in meinem Unterricht hat zum Ziel, dass wir lernen uns zu einem Thema auszurichten und diesem näher kommen, indem wir im lebendigen Austausch die gegebenen weiterführenden Gedanken zur Seelendimension innerhalb der Übung studieren. Wenn wir, wie im Beispiel unten, die Kopf-Knie-Stellung, pascimottanasana, auswählen, stellen wir uns bei der Anschauung des Bildes z.B. die Frage, in welcher Region des Körpers zeigt sich eine Dynamik und Aktivität und in welcher Region eine Entspannung.

 

 

In diesem Bild ist die Entspannung in der Schulter- und Kopfregion und im Armbereich sichtbar. Im Beinbereich zeigt sich eine Aktivität der Zentrierung in Richtung Kreuzbein und in der mittleren Wirbelsäule eine aufsteigende Dynamik. Daraus kann nun eine konkrete Vorstellung für die Ausführung folgen. Mit dieser Tätigkeit erleben wir uns in der seelischen Aktivität des Denkens. Wichtig hierbei ist, dass wir das Bild der Vorstellung nicht auf die eigenen bisherigen körperlichen Möglichkeiten begrenzt denken, sondern das gewünschte Ziel innerhalb der Übung, das am Anfang ausgewählt wurde. 

 

Innerhalb der Übungspraxis ist nun sehr interessant zu unterscheiden, ob wir bewusst oder unbewusst den Willen für die Ausführung der Übung einsetzen. Vor allem in der Endstellung kann beobachtet werden, ob wir den Körper willentlich in die gewünschte Form strecken oder ob wir bewusst, aus der Vorstellung am Körper formend tätig sind. Denn es ist tatsächlich ein grosser Unterschied im Erleben und im Ausdruck der Übung, ob wir den Körper mehr willentlich in der Endstellung halten, ob wir zu wenig Willensaktivität für das Formen des Körpers aufbringen oder ob wir formend aus der Vorstellung am Körper gestaltend tätig sind.

 

Schauen wir uns die folgende Bilder diesbezüglich im Vergleich zu dem oberen Bild an:

 

 

                                                                                                                    (Bildquelle: privat, Fotografin: M. Müller) 

 

In der ersten Ausführung oben weicht durch die die bewusste Aktivität der Vorstellungsbildung der Körper in seiner Dominanz zurück. Die Form wirkt klar und der Körper ruhig und geordnet. Bei der zweiten Ausführung wird sehr willentlich die Vorwärtsbewegung forciert und die Form wirkt eher streng und fixiert. Bei der dritten Ausführung wird der Wille zurück gehalten und die Endstellung wirkt eher formlos und ohne Ausdruck. In den beiden letzteren Ausführungen kann man davon ausgehen, dass der Körper mehr aus den gewohnten Gedanken und mehr emotionalen Gefühlen heraus bewegt wird.

Nach einiger Zeit der Auseinandersetzung mit der Yogaübung kann der Übende beobachten, wir er aus dem Bewusstsein aktiv formend tätig ist. Wechselweise erlebt er sich bewusst gegenüber der Vorstellung und dann wieder bewusst am Körper gestaltend tätig. Es ist sehr interessant, wie ich im Unterricht immer wieder beobachten kann, wenn die Teilnehmer durch diesen geordneten und klaren Aufbau der Bewusstseinsschritte zu einem konkreten Ziel ausgerichtet bleiben können und immer wieder aufs Neue ihre bisherigen Grenzen innerhalb der Übung überschreiten.

 

Das Buch «Die Seelendimension des Yoga» ist die Grundlage für das Studium der Yogaübungen. Es wurde von Heinz Grill, dem spirituellen Lehrer, Alpinisten und Begründer des "Neuen Yogawillen" verfasst. ( ISBN 978-3-941995-48-2) 

 

An dieser Übungsweise ist für mich sehr wertvoll und wesentlich, wie sich die Bewusstseinsaktivität auf das alltägliche Leben übertragen lässt. Durch die Yogapraxis sind mir einige Gesetzmässigkeiten des Lebens, wie der Mensch mit dem Kosmos in einer Verbindung steht, näher gekommen. Eine wesentliche Gesetzmässigkeit ist für mich der Zusammenhang meiner Gedanken und Gefühlen. Sie bestimmen meine Handlungen und diese zeigen immer deutlicher für mich sichtbar, eine direkte Wirkung auf das Umfeld. Mit diesem Bewusstsein für die Wirkung meiner Handlungen, kann ich nun diese Fähigkeit einsetzen, konkrete Zielvorstellungen zu bilden, wertvolle hohe Ziele auch für andere wirksam denkend zu erschaffen. Auf das Leben übertragen bedeutet das in der heutigen Zeit für mich, dass ich mich nicht von den äusseren Einflüssen abhängig mache oder mich diesen vollständig ausgeliefert fühle, sondern ich bin sehr motiviert täglich die Vorstellung für die Zukunft aufzubauen, dass wir in einer Kultur leben mögen, in der jeder Mensch bewusst seine schöpferischen Fähigkeiten entwickelt, mit ihnen im Sinne der seelischen Entwicklung sein Leben gestaltet und dadurch für den Aufbau des Gesamten wirksam ist.  

 

 

 

 

 

 

 

Die Idee der Künstlertage zum Jahreswechsel 2020/21 war: 

 

"Einen Inhalt in ein Kunstwerk, in eine Sache, eigentlich in alle Bereiche des Lebens hineinzugeben, darum geht es.
Und nicht darum, was man aus einer Sache herausnehmen kann."       Heinz Grill

  

 

Die Frage was ein Inhalt ist, lässt sich in folgendem Beispiel aus dem letzten Jahresausblick 2019/20 von Heinz Grill ( ganzen 

 Artikel lesen ) in eine erste Vorstellung bringen: 

 

"Ein Beispiel kann diese Wirklichkeit, wie sie genial im Menschen verankert ist, aufzeigen. Setzt man den Fall voraus, es sei jemand existentiell sehr schlecht bestellt und alle seine Beziehungen sind in die Brüche geraten. Diesem Menschen bleibt nur die Verzweiflung, psychologische Beratung und er kann sich den verschiedenen Kompensationen des Lebens hingeben. Nun entwickelt jedoch dieser von der Zeit Betroffene ein Verständnis für die geistige Entwicklung, studiert intensiv originale Schriften, die sich über die spirituelle Welt aussprechen. Er wendet sich nicht an ein passives Credo und bittet nicht einen fremden Gott um Hilfe, sondern beginnt die Gedanken, die in spirituellen Schriften stehen, ernst zu nehmen. Er denkt sie aktiv und erwägt ihren Sinngehalt. Bereits nach kurzer Zeit erscheint über seinem Haupt ein Bewusstseinslicht, das ihm einen Hoffnungsschimmer in der Not schenkt. Schließlich beginnt er aus diesen Gedanken, die er erworben hat, sein Leben neu zu führen und nach Idealen zu ordnen. Er lässt die Sehnsüchte nach irdischen Harmoniegefühlen relativ sein und gründet sich zunehmend in idealen Vorstellungsinhalten. Das Leben lässt sich bald wie über dem Wasser gehend organisieren. Aus der Spiritualität entwickelt der Einzelne Bewusstseinsinhalte, die tragfähig und wahr sind. Er erfreut sich dieser und kann die Relativität des Lebens erkennen."

 

Bevor wir uns für eine Sache entscheiden, wird meist aus Gewohnheit darauf geachtet, was wir aus dieser Sache für uns gewinnen können. 
Ein Beispiel dafür könnte sein, dass sich jemand dafür interessiert, wie die Verhältnisse und Zusammenhänge von Körper, Seele und Geist in eine erweiternde Vorstellung zu bringen sind. Zu Beginn kann ein erster Schritt sein, dass Vorstellungen zu dem Begriff der Seele und ihre Zusammenhänge gebildet werden. Diese werden dann über ein Jahr im alltäglichen Leben studiert und reifen zur ersten Erkenntnissen heran.
In meinem Yoga Unterricht lernt man zum Beispiel, die drei Kräfte der Seele kennen, stärken und führen. Diese Kräfte werden immer differenziert erlebt und einsatzfähiger. Mit dem Denken erbauen wir eine Vorstellung über das Bild Übung. Den Willen setzen wir für die Formung des Körpers ein und kreieren die in der jeweiligen Übung liegende tiefere Empfindung.

 

Freue mich auf ein gemeinsames lebendiges Forschen und Erbauen von inhaltsvollen Zielen für die Zukunft. 

 

Rückfragen und Anmeldung per e-mail: info@carmenkraus.com